Erweiterung der Niederlassung „Les Cauquillous“ von Laboratoires Pierre Fabre
2020-06-17

Im südfranzösischen Ort Lavaur, 40 km von Castres entfernt, befindet sich seit dem Jahr 2000 der Verwaltungs- und Geschäftssitz für Dermokosmetik „Les Cauquillous“, eine Niederlassung des Pharmakonzerns Laboratoires Pierre Fabre. Da das Gebäude im Laufe der Zeit zu klein geworden ist, wurde vom Konzern eine Erweiterung beschlossen.

Mit der Planung der Erweiterung wurde das Architekturbüro Raynal Architecture beauftragt. Dieses sollte, „das vom Architekten Roger Taillibert entworfene Gebäude um 5.000 m2 Großraumbüroflächen für 200 Personen erweitern, ohne die harmonische Einbettung des Firmensitzes in seine Umgebung zu stören“, so Aurélien Gaffard, Vertreter des Architekturbüros. „Das Gebäude liegt am Hang eines Waldrandes und gleichzeitig in einer Naturlandschaft, die von den schönsten Mittelmeergärten inspiriert ist. Hier besteht eine ganz besondere Beziehung zwischen Landschaft und Natur, die wir unbedingt bewahren wollen.“

Anstatt das Gebäude in die Höhe zu erweitern, wurde auf Vorschlag von Raynal Architecture ein neues Gebäude mit einfachen und klaren Linien errichtet, welches sich zu dem bestehenden Gebäude hin erstreckt. Seine begrünte Dachterrasse gewährleistet die nahtlose und natürliche Integration des neuen Baukörpers in die Umgebung.

Fließende Raumnutzung und Transparenz

Um die Auswirkungen auf den Standort und auf das für Les Cauquillous typische emblematische Erstgebäude, mit seinen runden und futuristischen Formen, zu minimieren, schmiegt sich ein Teil des Neubaus in das untere Gelände ein. Durch das Zusammenspiel von Bauvolumen und Dach entsteht
eine gleichmäßige, 20%-ig geneigte Schräge, die dank ihrer Dynamik das Gebäude mit der Landschaft verschmelzen lässt und einen nahtlosen Übergang zum Geländeboden bildet.

Infolge des lehmigen und dadurch weniger tragfähigen Bodens galt es für die Einbindung des Erweiterungsbaus zahlreiche technische Herausforderungen zu bewältigen. Zur Aufnahme des Erddrucks wurde eine überschnittene Bohrpfahlwand bis in 12 Meter Tiefe als Stützbauwerk eingebracht und mit einem Kopfträger gekrönt, der wiederum im oberen Bereich mittels Erdankern gegen Umfallen gesichert ist. Zur Absicherung dieser Wand, auf der die Lasten des Erweiterungsbaus ruhen, wurden unter das bestehende Gebäude 45 Meter lange Pfähle eingelassen.


Im Inneren passen sich die vier nach außen offenen Ebenen perfekt den Formvorgaben des Gebäudes an. Jedem Mitarbeiter stehen bis zu zehn Arbeitsbereiche zur Verfügung, die nach Bedarf und Belieben ausgewählt werden können (Arbeitsplatz im Großraumbüro, Sitzstufen, Besprechungsraum, Ruheraum als Rückzugs- und Erholungsort, Zugang zu den Außenterrassen, usw.). Dieses Bestreben nach Flexibilität
und fließender Raumnutzung geht Hand in Hand mit der Suche nach Transparenz und Öffnung nach außen.

Erfahren Sie hier noch mehr zu diesem diesem Projket mit der Ganzglasfassade WICTEC 50 SG als architektonisches Highlight.

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